Altern mit all den
dazugehörigen Erscheinungen ist keine Krankheit, sondern ein ganz
natürlicher biologischer Vorgang, Biomorphose genannt, der bereits
ab 30 einsetzt und nur etwas gebremst aber nicht aufgehalten werden kann.
Die wohl wichtigste physiologische Veränderung ist die allmähliche
Verkleinerung der Organe, die mit der Reduzierung des Wassergehalts im
Körper zusammenhängt. Das hat zur Folge, dass sich wichtige
wasserlösliche Mineralstoffe wie Kalium oder Magnesium verringern.
Vor allem durch eine
zunehmende Verengung der Kranzgefäße bedingt, vermindert sich
die Pumpkraft des Herzens erheblich, so dass die Leistung der Organe,
die auf eine gute Durchblutung angewiesen sind, beeinträchtigt wird.
Betroffen sind vor allem die Nieren und die Leber, die ihrer Abbau- und
Ausscheidungsfunktion nicht mehr optimal nachkommen. Ein Teil der Giftstoffe
und der Stoffwechselschlacken bleiben im Organismus.
Ein großes Problem
stellt sich mit zunehmendem Alter durch die Arteriosklerose ein, auch
Aderverkalkung genannt.
Man hat inzwischen
eine Reihe sog. „Risikofaktoren“ identifiziert, die das Risiko
für das Auftreten der Arteriosklerose dramatisch erhöhen. Als
wichtigste Risikofaktoren gelten: Erhöhung bestimmter Blutfette (Cholesterin),
Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes mellitus, sowie Übergewicht. Ein
Großteil der Risikofaktoren kann durch gesunde Ernährung, Abbau
von Übergewicht und regelmäßiger körperlicher Aktivität,
positiv beeinflusst werden.
Die moderne Arterioskleroseforschung
hat weitere Risikofaktoren aufgedeckt, die mittels einfacher Laboruntersuchungen
festgestellt und durch geeignete Nahrungsergänzung positiv beeinflusst
werden können.
Ein Zweig der Altersforschung
vertritt die Theorie, dass der Körper im Laufe der Jahre verfällt,
weil er permanent schädliche und zerstörerische Substanzen produziert,
die man als "freie Radikale" bezeichnet.
Diese Radikalen entstehen
beim Stoffwechsel und sind auf chemische Art äußerst aggressiv,
indem sie die Zellbestandteile und den Zellkern angreifen und schwer beschädigen.
Inzwischen macht man
sie bereits für zahlreiche Alterskrankheiten verantwortlich.
Naturgemäß
sind die Zellschädigungen durch freie Radikale dort am gefährlichsten,
wo sich Zellen nicht mehr erneuern, also in Muskeln und im Gehirn, aber
auch in den Augenlinsen. Dies würde auch erklären, dass mit
zunehmendem Alter der menschliche Körper schwächer wird, dass
Senilität sich einstellt, dass die Sehstärke nachlässt
und dass ältere Menschen weitaus eher Augenkrankheiten bekommen.
Zahlreiche Mediziner
gehen in der Krebsforschung bereits davon aus, dass Krebs nichts anderes
darstellt, als Schädigungen an der Erbmasse, die ständig zunehmen
und in fortgeschrittenem Alter immer schlechter wieder repariert werden
können.
Dies trifft natürlich
auch auf das menschliche Gehirn zu und könnte einer der Gründe
für die Alzheimersche Krankheit sein.