Vor allem in unserer
heutigen, meist hektischen und auf Erfolgszwang aufgebauten Zeit mehren
sich die psychischen Erkrankungen rapide, so auch die nervliche Anspannung,
die häufig seelische Gründe hat.
Oft treten auch bei
oder nach schweren Krankheiten oder Unfällen nervöse Reaktionen
auf, die in schweren Fällen auch chronisch werden können. Ebenso
kann Nervosität die Folge von Drogenmissbrauch sein, wobei vor allem
Alkohol häufig nervöse Reaktionen erzeugt, bei einer Polizeikontrolle
als Fahrer eines Autos etwa. Aber auch ein schlechtes Gewissen hat schon
so manchen Menschen nervös gemacht.
Nervosität drückt
sich meist mit starker körperlicher aber auch psychischer Unruhe
aus, zu der sich alle möglichen Krankheiten und Leiden gesellen können.
In vielen Fällen kommen Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Reizbarkeit
sowie Angstzustände und Selbstzweifel hinzu.
Die inneren Organe
werden bekanntlich vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Ist letzteres
überreizt, dann kommt es zu vorübergehenden oder länger
anhaltenden nervösen Störungen im ganzen Körper (allgemeine
Nervosität) und im Bereich eines bestimmten Organs (nervöser
Magen, Reizkolon). Nervosität äußert sich durch Unruhe,
Überempfindlichkeit, Herzklopfen, Magenkrämpfe, Schlafstörungen,
Schwindel oder ein nervöses Zucken der Augenlider. Bluthochdruck,
Verstopfung und Durchfall können ebenfalls zu den Begleiterscheinungen
gehören.
Grundsätzlich
sollte häufiger auftretende oder chronische Nervosität vom Arzt
behandelt werden.
Eine wirkliche Heilung
nervöser Störungen kann nur erfolgen, wenn die auslösenden
Umstände, seien sie körperlicher oder seelischer Art, beseitigt
werden.