Unter einer Unterversorgung mit Kalzium leiden vor allem
ältere Menschen, deren Körper dann die Kalziumreserven in den
Kochen abbauen. Diese Kalziumreserven werden weitgehend dazu verwendet,
die im Körper enthaltene Säure zu neutralisieren. Eine Entkalkung
des Skeletts ist die Folge, die Knochen werden porös und brüchig,
die Knochenmasse geht rapide zurück und wir haben es mit Osteoporose
zu tun. Knochenabbau ist zwar ein natürlicher unaufhaltsamer Prozess,
der ab etwa 40 einsetzt, doch kann eine ungesunde Ernährung mit Kalziummangel
diesen Prozess wesentlich beschleunigen.
Auch hier kann eine konsequente Umstellung der Ernährung
auf Vollwertkost einiges bewirken und den täglichen Kalziumbedarf
von rund 1200 mg mit u.a. Hartkäse, Grüngemüse und Vollkorn
decken. Dabei sollte man säurehaltige und Schlacken erzeugende Nahrungsmittel
(etwa Fleisch und raffinierte Erzeugnisse) unbedingt meiden: Fleischgenuss
erhöht bezeichnenderweise den Kalziumbedarf des Körpers. Das
gilt ebenso für Fertiggerichte und Konserven: Sie enthalten nämlich
Phosphat, das den Kalziumgehalt im Blut senkt. Außerdem ist der
Kaffee- und Alkoholkonsum, der die Kalziumaufnahme durch den Organismus
erschwert, stark einzuschränken..
Bei einer Langzeit-Kalziumzufuhr (ob durch Kalziumpräparate
oder eine kalziumreiche Kost) ist es wichtig, den Kalziumspiegel regelmäßig
zu kontrollieren. Eine Überdosierung bzw. eine zu hohe Zufuhr über
die Nahrung kann nämlich die Bildung von Nierensteine fördern
oder bei Milchprodukten den Cholesteringehalt ansteigen lassen.