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kardiovaskuläre Erkrankungen |
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| Krankheitsbild:
Arteriosklerose und ihre Folgekrankheiten sind bei Naturvölkern
nahezu unbekannt. Auf der anderen Seite stirbt mittlerweile jeder zweite
Bundesbürger an einer Störung seines Herz-Kreislauf-Systems.
Der Schluss liegt auf der Hand: Kardiovaskuläre Krankheiten sind
typische Zivilisationskrankheiten, und wie sehr sich unsere Gefäße
verändern, hängt letztlich von unserer Lebensweise ab.
Zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören Arteriosklerose,
Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck sowie Herzrhythmusstörungen.
Sie sind allesamt Folgeerscheinungen unserer modernen Lebensführung,
werden durch dieselben Risikofaktoren begünstigt und können
durch dieselben Vorbeugungsmaßnahmen abgewendet werden. Wir möchten
sie nachfolgend kurz beschreiben.
Arteriosklerose bezeichnet die Verhärtung der Adern
durch Gefäßeinlagerungen. Bei diesem Vorgang kommt Cholesterin
eine besondere Bedeutung zu: Cholesterinkristallablagerungen führen
zur Bildung von so genannten Atheromen, das sind entzündliche Herde,
in denen sich Blutbestandteile, Fettstoffe, Stoffwechselschlacken und
Kalksalze gern festsetzen. Es bilden so genannte Plaques, flächige
Verkalkungen; dadurch wird die Gefäßwand härter und enger.
Die Arterie verliert ihre Elastizität und kommt ihrer Aufgabe, dem
Bluttransport vom Herzen in die einzelnen Körperbereiche, nur noch
schwer nach.
Die sklerotische Veränderung der Gefäße
wird, wie bereits angedeutet, von unserer "modernen" Lebensweise
und der Umwelt begünstigt und gefördert. Fett- und eiweißreiche
Ernährung, Überernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel,
Rauchen, Alkohol, Dauerstress, unzureichender Schlaf, unverarbeitete Konflikte
usw. gehören zu den Risikofaktoren. In den meisten Fällen erfolgt
die Erkrankung aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Die Arterienverkalkung kann bereits im Jugendalter einsetzen
und sich über Jahrzehnte weiter entwickeln, ohne dass man sie spürt.
Diabetiker und Personen mit hohem Blutdruck sind besonders gefährdet.
Erst die Folgeerkrankungen (Angina pectoris-Anfall, Herzinfarkt, Kreislaufkollaps,
Schlaganfall) konfrontieren die betroffene Person mit dem Phänomen
Arteriosklerose.
Durchblutungsstörungen betreffen meistens den unteren
Körperbereich, von der Bauchaorta bis zu den Fußarterien, und
stellen eine besondere Erscheinung der Gefäßverengung dar.
Letztere führt zu einer Verringerung des Blutflusses und der Sauerstoffzufuhr
in das Muskelgewebe, das allmählich abstirbt. Im letzten Stadium
bilden sich Geschwüre und verschließen sich die Gefäße
derart, dass eine Amputation unumgänglich wird. Es besteht dann Wundbrandgefahr.
Arterielle Durchblutungsprobleme sind nicht nur eine Männersache.
Die Praxis zeigt, daß die Kombination Rauchen + Pille auch für
die Frau ab 30 gefäßfeindlich ist. Erste Anzeichen sind kalte
Füße, Prickeln in den Zehen, Wadenschmerzen bei längerem
Gehen.
Bluthochdruck hat keine eindeutige Ursache. Manchmal kann
die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder eine übermäßige
Sekretion von Nierenhormonen (der untere Wert ist dann stärker erhöht
als der obere) den Blutdruck hochschnellen lassen. In den meisten Fällen
weist Hochblutdruck jedoch auf eine fortgeschrittene Arterienverkalkung
hin: Je härter und enger die Gefäße, um so höher
wird der Blutdruck sein. Hohe Blutdruckwerte liegen ebenfalls bei Dauerstress
vor, bei dem es zu Gefäßkrämpfen kommt. Bluthochdruck
schädigt die Gefäßwände, so dass die Gefahr eines
Zerreißens oder einer Verschlusses immer besteht.
Jeder vierte Bundesbürger leidet unter erhöhtem
Blutdruck (ab 160 zu 95). Anzeichen erhöhten Blutdrucks sind unter
anderem schnelle Ermüdbarkeit, Schwindelgefühl, Schweißausbrüche.
Herzrhythmusstörungen sind Abweichungen von der normalen
Herzschlagfolge außerhalb einer Belastung bedingten Herzfrequenz.
Bei Herzrasen oder Herzflimmern kann eine Schlagfolge von 200 bis 250
und sogar darüber hinaus in der Minute erreicht werden. Streß,
Aufregung, hoher Blutdruck, übermäßiger Kaffeekonsum,
aber auch Unterzuckerung und funktionelle Störungen der Schilddrüse
können die Ursache sein. Sackt die Schlagfrequenz wiederum auf Werte
um 24 in der Minute, besteht die Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs,
der bekanntlich zum Herzversagen führen kann.
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Fachliteratur
zum Thema:
Alternative
Wege der Heilung - Helmut Isert >>
Diabetes
ganzheitlich behandeln - Peter Grunert >
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| mögliche
Therapieformen:
Da kardiovaskuläre Erkrankungen weitgehend durch
eine ungesunde und unnatürliche Lebensführung bedingt sind,
können entsprechende Verhaltensmaßnahmen für eine rechtzeitige
Vorbeugung sorgen. Auch durch eine radikale Umkehr in der Lebensweise
ist Arterienverkalkung im Frühstadium aufzuhalten, senken die Blutdruck-
und Blutfettwerte.
Unter vorbeugenden Maßnahmen verstehen wir vor allen
Dingen eine ausgewogene, vorwiegend basische Vollwertkost, die möglichst
wenig Stoffwechselschlacken produziert und Cholesterin zuführt. Es
sei in diesem Zusammenhang bemerkt, dass Cholesterin nur in tierischen
Fetten enthalten ist. Ausreichende Bewegung an frischer Luft, weitgehender
Verzicht auf Genussmittel (Alkohol, Nikotin und Kaffee), Abbau eines eventuellen
Übergewichts gehören zu den weiteren notwendigen Verhaltenskorrekturen.
Gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung reichen
jedoch nicht aus, wenn die innere Ausgeglichenheit fehlt und psychosoziale
Konflikte unverarbeitet bleiben. Die Schaffung eines spannungsfreien Umfelds
ohne Hektik und Stress, in dem positiv denken und neue Motivationen finden
kann, ist deshalb notwendig. Ebenso wichtig ist, ein gesundes, d.h. vernünftiges
Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung zu finden.
Bei kardiovaskulären Erkrankungen ist Selbsthilfe
nicht möglich. Geschädigte Arterien sind irreparabel, und im
fortgeschrittenen Stadium ist der Verkalkungsprozess nicht rückgängig
zu machen. Naturheilmittel - zu Ihnen gehören ebenso Knoblauch wie
Mistel - können dennoch eine laufende Therapie unterstützen,
sozusagen als flankierende Maßnahme, und positiv beeinflussen. Das
gilt ebenfalls für die Nachsorge, in der sie den Grundstein zu einem
gesünderen Leben legen können. Als Vorbeugungsmaßnahmen
sind sie auf jeden Fall zu empfehlen. Ein regelmäßiger Verzehr
von Knoblauch sollte dennoch auf keinen Fall als Freibrief für einen
ungesunden Lebenswandel angesehen werden.
Gerade im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die
Wirkung von Knoblauch mittlerweile unumstritten. Natürlich ist diese
Wirkung nur eine Langzeiteinnahme und bei einer vernünftigen Lebensweise
zu erreichen. Der Wirkstoff Allicin hemmt die Bildung von Gefäß
verschließenden Kalk- und Fettablagerungen, dehnen die Gefäße
aus und verleiht ihnen Spannkraft. Eine zweijährige Untersuchung
am Mainzer Zentrum für kardiovaskuläre Pharmakologie zeigte,
dass über 60jährige Knoblauchesser deutlich elastischere Gefäße
haben.
Das Vitamin E erhöht die Strömungsgeschwindigkeit
und somit die Fließfähigkeit des Blutes und beugt dadurch der
Bildung von Blutgerinnseln vor, deren Gefahr bei sklerotischen Gefäßen
besonders groß ist. Blutgerinnung hemmend ist außerdem der
Wirkstoff Ajoen, der die Produktion von Trombozyten verlangsamt und bei
der Auflösung von vorhandenen Tromben mitwirkt.
In der asiatischen Heilkunde bietet die Mykotherapie verschiedene
Pilzmischungen an, die bereits gute Ergebnisse gezeigt haben.
Untersuchungen an den Herzmuskeln von Patienten, die an
den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung gestorben waren, haben in allen
Fällen einen deutlichen Magnesiummangel festgestellt. Magnesium geht
mit der körpereigenen Substanz Orotsäure eine Verbindung ein,
die - bei Tierversuchen - eine deutliche Eindämmung der Arterienverkalkung
zeigte. Knoblauch ist ein guter Magnesium-Lieferant (nur Vollgetreide,
Hülsenfrüchte und Nüsse enthalten mehr), allerdings roh
oder gedämpft, denn das Kochwasser nimmt den größten Teil
des Magnesiumgehalts auf.
Die antioxidativ wirkenden Knoblauchbestandteile (Vitamine
und Mineralien wie Selenum) verhindern, dass sich das LDL-Cholesterin
in den Gefäßwänden ablagern.
Außerdem wirkt Knoblauch vor allem aufgrund des
enthaltenen Kaliums blutdrucksenkend.
Knoblauchpräparate aus der Apotheke sind nur dann
zu empfehlen, wenn sie die erforderliche Wirkstoffkonzentration von 1,3
g (entspricht 4 g frischem Knoblauch) enthalten;
- Knoblauch-Essig-Getränk
zweimal täglich trinken: 2 Teelöffel Knoblauch-Essig in einem
Glas Wasser;
- Knoblauch-Milch,
eine Tasse auf nüchternen Magen;
- Knoblauchsaft,
1 Gläschen 3mal täglich;
- Knoblauchwickel
auf die Herzgegend;
- Ganzkörperwaschungen
mit Knoblauch-Essig: Waschlappen in die Lösung tränken und
alle Körperregionen zum Herzen hin streichen;
Bei der Speisenzubereitung:
- Koch- bzw. Tafelsalz
durch Knoblauchsalz oder Knoblauch-Essig ersetzen;
- Knoblauch in allen
Variationen verwenden, roh, gekocht, als Aufstrich, Beilage, Gewürz
oder Gemüse.
Von Salatsaucen mit
Milchprodukten (Sahne, Schmand) wegen Cholesterin absehen, höchstens
Diätjoghurt verwenden; Salate mit Vinaigrette oder Aioli anrichten.
Wir empfehlen folgende für das Herz-Kreislauf-System ausgezeichnete
Kombination: eine Salatsoße aus Knoblauch-Rotwein-Apfelessig. Knoblauch
beugt Arteriosklerose vor und wirkt unter anderem blutdrucksenkend und
gefäßerweiternd, Rotwein enthält herzstärkende Tannine,
Apfelessig macht das Blut fließfähiger:
- 8 frische Knoblauchzehen,
1/2 Liter Rotwein, 1/2 Liter Apfelessig
- 1 Zweig Estragon,
1 Zweig Basilikum, 1 Teelöffel Pfefferkörner
- 1 paar Blätter
Zitronenmelisse, 1 Lorbeerblatt
Die Knoblauchzehen
abziehen, halbieren und mit den Kräutern in eine großbäuchige
1 1/2-Liter-Flasche geben. Mit Rotwein und Apfelessig auffüllen,
gut verschließen und 2 bis 3 Wochen stehen lassen;
Kresse, Meerrettich,
Lauch und Bärlauch sind als Salat oder Gemüse besonders zu empfehlen.
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Herzinfarkt
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