mögliche
Therapieformen:
Bei einer festgestellten
akuten Prostatitis ist eine Therapie mit Antibiotika dringend erforderlich.
In den meisten Fällen lassen die Beschwerden bereits nach einigen
Tagen merklich nach, doch sollte die medikamentöse Behandlung über
mehrere Wochen hinweg durchgeführt werden. Es stehen derzeit sowohl
chemische als auch pflanzliche Arzneimittel zur Verfügung. Nur so
kann verhindert werden, dass sich aus der akuten eine chronische Prostatitis
entwickelt.
Die chronische
Prostatitis
ist nicht so leicht diagnostizierbar wie die akute Entzündungsform.
Die Krankheit kann jahrelang im Verborgenen ruhen und dann in Schüben
oder auch direkt in vollem Umfang ausbrechen. Die dabei auftretenden Beschwerden
sind vielfältiger Natur und lassen sich oft nicht voneinander abgrenzen.
Bei der Hälfte aller Betroffenen lassen sich mittels herkömmlicher
Untersuchungsmethoden keine bakteriellen Erreger oder sonstige Entzündungsmerkmale
feststellen. Bei dieser als Prostatodynie (Prostataschmerz) bezeichneten
Form können Hämorrhoiden, Probleme im Enddarmbereich, Analfissuren
aber auch Nervenstörungen an den Muskeln im Blasen- und Beckenbodenbereich
sowie Blasenhalsverhärtungen ebenso die Ursache sein wie Tumore der
Harnblase oder der Prostata.
In der anderen Hälfte
aller Fälle lässt sich die chronische Prostatitis zwar als Entzündung
diagnostizieren, doch kann in vier von fünf dieser Fälle kein
direkter Erreger nachgewiesen werden. Dies bezeichnet man als chronische-abakterielle
Prostatitis. Hier scheiden sich nun die "medizinischen Geister".
Die genaue Ursache dieser Erkrankungsform wurde bis heute noch nicht entdeckt
und es kursieren verschiedene Therorien: So gehen einige Wissenschaftler
von dem Denkansatz aus, dass das Prostatasekret der betroffenen Männer
dickflüssiger und/oder saurer als das die Norm sei und so die engen
Kanäle nicht passieren kann. Folglich sammelt es sich und führt
so zu einer Entzündung. Eine andere Theorie geht von Problemen bei
der Samenentleerung aus und in Asien forscht man nach eventuell noch nicht
entdeckten "Mini-Bakterien". Fakt ist: man weiß nicht
exakt, was diese Erkrankung auslöst und kann so auch nur die Symptome
behandeln.
Symptome:
Die Symptome der chronischen Prostatitis können äußerst
vielfältig sein. So kann es zu Beschwerden im Harntrakt kommen wie
Brennen, Verkrampfungen, schmerzhaftes Wasserlassen, Nachlassen des Harnstrahls,
häufiger Harndrang und Nachträufeln. Die Genitalien können
schmerzen, bei sexueller Erregung kann sich ein schmerzhaftes Ziehen einstellen,
es kann die Gliedsteife verloren gehen und auch vorzeitiger Samenerguss
ist möglich. Die Probleme können sich bis hin zur Impotenz steigern.
Der Dammbereich kann mit betroffen sein und es kann zu hämorrhoidenähnlichen
Schmerzen im Enddarmbereich kommen. Schließlich kann der gesamte
Unterbauch von Schmerzen erfasst werden.
mögliche
Therapieformen:
Bei nachgewiesenen
bakteriellen Erregern als Ursache für eine chronische Prostatitis
wird meist eine über mehrere Monate laufende Therapie mit speziellen
Antibiotika verordnet, die auf das ermittelte Bakterium abgestimmt sind.
Zur Unterstützung können pflanzliche Arzneien eingesetzt werden.
Gegen die Schmerzen werden sanfte Schmerzmittel verordnet. Da die Behandlung
langwierig sein kann empfiehlt sich als unterstützende Maßnahme
aber auch zur Nachbehandlung eine Immuntherapie zur Steigerung der eigenen
Immunabwehr.
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