Wer
sich heute für Nahrungsergänzungsmittel und ihre tatsächliche
Wirksamkeit informieren will, geht dazu häufig ins Internet. Gibt
man zum Beispiel bei Google den Suchbegriff "Nahrungsergänzung"
ein, erhält man mehr als 2 Millionen Links als Antwort. Diese zahl
steigt wöchenlich weiter an. Dies alleine zeigt, wie heiß umkämpft
der Markt der Nahrungsergänzungsmittel inzwischen ist. Es geht ja
auch um einen Umsatz in Milliardenhöhe.
Welcher dieser mehr
als 2 Millionen Internetseiten soll man nun aber glauben? Da werden Pillen,
Säfte und Pülverchen angepriesen, die nicht nur alle Krankheiten
heilen, sondern auch noch das Altern aufhalten und den Sexualtrieb steigern.
Dazu kommen noch die so genannten "Spam-Mails", die in jeder
Mailbox landen. Von Viagra über Penisverlängerungen bis zum
absoluten Wundermittel wird alles angepriesen.
Das ist natürlich
völliger Unsinn! Das trifft auch auf die vielen "wissenschaftlichen
Aussagen" völlig unbekannter Institute zu, die oft zitiert werden.
Der Autor der beiden unten erwähnten Bücher hat bei seinen Recherchen
herausgefunden, dass werbewirksame Aussagen zu bestimmten Inhaltsstoffen
oft mit nachweislich richtigen wissenschaftlichen Studienergebnissen untermauert
werden, ohne dass dabei aber auf die medizinisch wichtige Konzentration
im angebotenen Präparat besonders eingegangen wird.
Es wird auch mit Inhaltsstoffen
geworben, deren Wirkungen noch umstritten sind und in der Forschung erst
noch diskutiert und weiter untersucht werden müssen.
Die Werbetexter, deren
Aufgabe es ist ein Mittel möglichst interessant und für den
Menschen wichtig zu machen, um so das Kaufinteresse zu wecken, gehen häufig
auch recht sorglos mit dem Begriff „Nebenwirkungen“ um. Wie
neue Forschungsberichte zeigen, können sogar bestimmte Lebensmittel
die Wirkungen von Medikamenten beeinflussen. Dies gilt natürlich
auch für Lebensmittelteile, die häufig einen großen Anteil
des Angebotes an Nahrungsergänzungsmitteln ausmachen.
Leider gibt es auch
zahlreiche Produkte auf dem Markt, die mit „Phantasiestoffen“
werben, zu denen auch noch unhaltbare Gesundheitsaussagen gemacht werden.
Dies aller verwirrt den Verbraucher nur noch mehr.
Wer sich für
eine Nahrungsergänzung entscheiden will, weil er sich persönlich
von diesem oder jenem Wirkstoff etwas verspricht, sollte sich zuerst über
die echten Inhaltsstoffe einer Nahrungsergänzung genau informieren.
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