Eine neue Studie attestiert der Akupunktur
ausgedehnte Effekte in der Schmerztherapie.
In einer Studie mit 350 000 Schmerzpatienten
spürten 70 bis 90 Prozent der Teilnehmer nach Akupunktur-Behandlungen weniger
Beschwerden. Das sagte Dominik Irnich vom Klinikum der Universität München
bei der Vorstellung der Studie auf dem 30. Deutschen Schmerzkongress in Bremen.
Akupunktur sei eine intensive Form
der Placebo-Therapie und bei schmerzhaften Erkrankungen besonders wirksam, erläuterte
Michael Zenz, Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes,
und sagte weiter: „Die Akupunktur war signifikant der Standardtherapie
überlegen.“ Zugleich wies sie wesentlich weniger Nebenwirkungen als
jede andere Art der medikamentösen Therapie auf.
Das Einsatzgebiet der Akupunktur
gegen Schmerzen ist nach Angaben von Dominik Irnich groß. Verschiedene
Untersuchungen attestierten der Nadelbehandlung Wirksamkeit gegen Übelkeit
und Erbrechen, postoperativen Zahnschmerz und dem so genannten Tennisellenbogen.
Positive Ergebnisse gibt es auch für die Therapie von Knieschmerzen, dem
Halswirbelsyndrom sowie Migräne und Rückenschmerzen.
Da die Akupunktur körpereigene
Schmerzhemm-Mechanismen aktiviert, kann sie auch Impulse für weitere Entwicklungen
der Behandlung chronischer Schmerzen geben.
Quelle: dpa, Netzeitung online u. a. Juli 2006
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