| Schlechte
Wahrnehmung, langsames Denken, schwaches Gedächtnis - die finalen
Folgen von übermäßigem Alkoholgenuss erwischen nicht jeden
Trinker. Offenbar gibt es für das Delirium Tremens eine genetische
Disposition.
Eine genetische Veranlagung
steigert möglicherweise das Risiko für Alkoholabhängige,
ein Delirium tremens zu erleiden. Der Wissenschaftler Ulrich Preuss vom
Universitätsklinikum Halle konnte nachweisen, dass eine Variante
des Neurotransmitters Glutamat bei Patienten mit Delirium tremens häufiger
auftritt als bei Alkoholabhängigen ohne, wie das Uniklinikum mitteilte.
Als Neurotransmitter
überträgt Glutamat die Informationen von einer Nervenzelle zur
anderen. Alkohol hemmt den Stoff, wodurch die Informationsübermittlung
in den Nervenzellen gestört ist. Schwere Entzugssyndrome bei Alkoholkranken
münden in manchen Fällen in ein Delirium tremens.
Es ist charakterisiert
durch gleichzeitig bestehende Störungen des Bewusstseins und der
Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens und des Gedächtnisses,
und ist potenziell lebensbedrohlich.
Quelle: Uni Halle,
AP, Netzeitung u.a. Juli 2008
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