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die Deutschen immer älter werden, ist der Mangel an Haus- und Fachärzten
ein gravierendes Problem - vor allem im Osten. Die falsche Bedarfsplanung
vor 15 Jahren räche sich heute, meint die Kassenärztliche Vereinigung..
In Deutschland fehlen nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigung
(KV) Sachsen rund 5000 Fach- und Hausärzte. Der Mangel resultiere
aus einer 15 Jahre zurückliegenden Bedarfsplanung, bei der die zunehmende
Überalterung der Bevölkerung unberücksichtigt geblieben
sei, erklärte der KV-Gesundheitsexperte Klaus Heckemann am Dienstag
im ARD-Magazin «Plusminus» laut einer Vorabmeldung.
Anfang der 90er Jahre
habe der Anteil der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung
rund 20 Prozent betragen. Derzeit liege er jedoch vor allem in den neuen
Bundesländern weit höher, in Sachsen zum Beispiel bei knapp
30 Prozent. Weil Ältere häufiger einen Arzt benötigten,
müsse auch ein höherer Bedarf ermittelt werden. Pro 100.000
Einwohner müssten in den neuen Bundesländern 13 Ärzte zusätzlich
zugelassen werden, im alten Bundesgebiet und Berlin fünf.
Unter Einbeziehung
der aktuellen Demographie gibt es den größten Ärztebedarf
im Verhältnis zur Bevölkerung dem Bericht zufolge in Sachsen-Anhalt.
Hier müssten zusätzlich 456 Ärzte eingestellt werden. Das
entspricht einer Bedarfsquote von 19 Ärzten je 100.000 Einwohner.
Dann folgt Sachsen mit zwölf, Thüringen sowie Brandenburg mit
je elf und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Bedarf von zehn zusätzlichen
Ärzten.
Einen geringeren Mehrbedarf
von bis zu vier Ärzten je 100.000 Einwohner gibt es demnach im Saarland,
in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Berlin.
Ein Sprecher des Gemeinsamen Bundesausschusses, der für die Maßstäbe
der Bedarfsermittlung zuständig ist, erklärte auf Anfrage der
«Plusminus»-Redaktion, es werde an einer Neufassung der Richtlinie
gearbeitet. Die Sendung soll am Dienstag um 21.50 Uhr in der ARD ausgestrahlt
werden.
Quelle: KV, AP, Netzeitung
u.a. Januar 2009
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