Dengue-Fieber bei Touristen

Erstmals Dengue-Fieber nach Ägypten-Reise

Erstmals sind jetzt 2 Touristinnen nach einem Aufenthalt am Roten Meer in Ägypten an Dengue-Fieber erkrankt. Dies hat das CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf, über das Europäische Netzwerk zur Surveillance importierter Infektionen, TropNetEurop, erfahren. "Bisher galt das Land als Dengue-frei. Doch nun müssen wir davon ausgehen, dass sich der Erreger dieser Tropenkrankheit ausbreiten könnte", sagt PD Dr. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM. Er empfiehlt Reisenden, besonders sorgfältig auf Mückenschutz zu achten.

Dengue-Fieber wird von Viren ausgelöst, die in vielen tropischen und subtropischen Regionen von überwiegend tagaktiven Tigermücken auf Menschen übertragen werden. Eine Erstinfektion ist zwar unangenehm, verläuft in der Regel jedoch harmlos - mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und allgemeiner Abgeschlagenheit. Bei einer erneuten Infektion kann es jedoch zu schweren, auch lebensgefährlichen Erkrankungen mit Blutungen und Kreislaufversagen kommen.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 290 Dengue-Fälle an das Robert Koch-Institut gemeldet. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass es sich hier nur um einen Teil handelt, da viele Erkrankungen nicht diagnostiziert wurden. Dengue gilt als die wahrscheinlichste Ursache für fieberhafte Erkrankungen bei Reisenden oder Reiserückkehrern aus den Tropen oder Subtropen, mit Ausnahme der Region südlich der Sahara, wo die Malaria dominiert.

Eine spezielle Therapie gegen Dengue-Fieber bzw. gegen den Erreger gibt es nicht. Es können nur die Symptome behandelt werden beispielsweise mit Fieber senkenden oder Schmerz stillenden Mitteln. "Allerdings eignet sich nicht jedes Mittel. Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten, sollte man unbedingt vermeiden, da sie die Blutungsneigung verstärken", erklärt Dr. Jelinek, "im Falle einer fieberhaften Erkrankung während oder nach einem Aufenthalt in den Tropen oder Subtropen sollte man die Ursache von einem Arzt abklären lassen".

Quelle: Centrum für Reisemedizin, www.crm.de